Mailings in den Sommerferien?

Äwhrend der Ferien stapelt sich der Posteingang

Die Sommerferien gelten üblicherweise nicht als optimale Zeit für Mailings, also dem Versenden von Werbe- und Informationsinhalten an einen Pool von Adressen. Viele Empfänger befinden sich im Urlaub, und nach der Rückkehr sammeln sich bei diesen in der Postmappe wie im virtuellen Postfach die eingegangenen Sendungen der letzten Tage und Wochen. Kann da ein Mailing überhaupt Sinn ergeben?

Auf den ersten Blick sprechen die genannten Gründe klar dagegen, ein Mailing in den Sommerferien durchzuführen. Jeder, der jetzt gerade aus seinem Urlaub zurückgekommen ist und die Stapel der Eingangspost der vergangenen zwei Wochen vorfindet, dürfte das nachvollziehen. Benötigt Outlook beim ersten Start nach den Ferien dann noch mehrere Sekunden, den Posteingang mit meheren hundert Emails hochzuzählen, ist kaum vorstellbar, dass hier eine werbende Sendung eine Chance hat, gelesen zu werden.

Was spricht für Mailings in den Ferien?

Doch der erste Eindruck kann täuschen. Direkt in den Ferien verreisen überwiegend Familien mit schulpflichtigen Kindern. Personen ohne Kinder vermeiden es in der Regel, während der Ferien Urlaub zu nehmen; sie sind in dieser Zeit also am Arbeitsplatz. Gerade in Deutschland gibt es zudem immer seltener die “Betriebsferien”, in denen ein Unternehmen komplett schließt oder nur eine Notbesetzung erreichbar ist. Die verbleibenden Personen, und das dürften in der Regel über die Hälfte der Belegschaft sein, lesen nach wie vor ihre Post.

Je nach Branche, Kundengruppen etc. läuft das Geschäft in den Sommerferien vielleicht etwas ruhiger. Hier steht dem Empfänger dann mehr Zeit zum Lesen des Mailings zur Verfügung, als in der geschäftlichen Hochsaison vieler Industrieunternehmen im Frühjahr, Herbst oder zum Jahresende.

Während Emails in Abwesenheit des Empfängers in vielen Unternehmen nicht oder nur auf Führungsebene weitergeleitet werden, werden Postsendungen während des Urlaubs des Empfängers fast immer anderweitig gesichtet, um gegebenenfalls wichtige und termingebundene Nachrichten an eine Vertretung weiterzuleiten. Dadurch kann eine Werbe- oder Informationssendung auf dem Tisch eines Kollegen oder Vorgesetzten landen, der Interesse an dem Inhalt findet und diesen aufgreift. Gerade wenn es um Alternativen zu bisher im Empfängerunternehmen eingesetzten Produkten oder Bezugsquellen geht, könnte ein stellvertretender Postempfänger interessanter für das Mailing sein, als die normalerweise zuständige, bereits auf Produkt oder Bezugsquelle festgelegte Person.

Weniger Wettbewerb beim Postmailing

Zwei wichtige Aspekte stecken im Postaufkommen des Empfängers. Sowohl die Anzahl der Postsendungen als auch die Zahl der Mailings nimmt in den Sommerferien ab. Das Postmailing hat somit eine höhere Chance, beim nicht urlaubenden Empfänger oder der Vertretung eines Urlaubers gelesen zu werden.

Anders sieht es bei den Emails aus. Zwar reduziert sich auch hier die Zahl der werbenden Nachrichten während der Ferien. Der Strom der elektronischen Post nimmt in dieser Zeit jedoch kaum ab. Emails werden vielfach auch nicht weitergeleitet oder nur grob von der Vertretung überflogen. Kehrt der Urlauber an seinen Arbeitsplatz zurück, werden zunächst die wichtigsten Mails herausgegriffen, Werbemails oft direkt in der Übersichtsliste gelöscht.

Fazit

Ob Mailings in den Sommerferien sinnvoll sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab.  Aktionen mit Postsendungen können durchaus erfolgreich sein, da der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Empfängers geringer ist. Zu berücksichtigen ist auch die Branche des Empfängers. Gibt es viele Unternehmen mit Betriebsferien, oder haben die Empfänger aufgrund ihres Geschäftsmodelles in den Sommerferien absolute Hochsaison, sollte das Mailing lieber zu einem anderen Zeitpunkt durchgeführt werden.

Emails mit Werbezwecken haben in den Sommerferien wenig Möglichkeiten, wahrgenommen zu werden. Hier ist es sinnvoller, diese außerhalb längerer Ferienzeiten zu planen und umzusetzen.

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